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23.07.2010
Freitag

Akuter und chronischer Durchfall

Ein Drittel der Bevölkerung erkrankt mindestens einmal jährlich an akuten Magen-Darm-Beschwerden
(PA) Während seines Lebens erkrankt jeder Mensch mehrfach an unangenehmen, aber oft harmlosen Magen-Darm-Beschwerden. Nicht immer ist eine Nahrungsmittel-Intoleranz oder das Reizdarmsyndrom Auslöser der Beschwerden. Übelkeit und akuter Durchfall treten auch auf infolge einer Abwehrreaktion des Körpers, um eingedrungene Krankheitserreger oder Giftstoffe schnell wieder loszuwerden. Oft helfen dann erst einmal traditionelle Hausmittel wie Tees oder gut verträgliche pflanzliche Präparate, die den Durchfall sanft stoppen. Doch nicht jeder, der einmal über dünnen Stuhl klagt, leidet gleich unter Durchfall.

Akuter und chronischer Durchfall
Aus medizinischer Sicht spricht man erst dann von akutem Durchfall, wenn wässriger und „nicht geformter“ Stuhlgang öfter als dreimal am Tag einsetzt und bei Erwachsenen ein Gewicht von etwa 200 bis 250 Gramm pro Tag überschritten wird. Akuter Durchfall tritt meist mit anderen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Fieber und Bauchkrämpfen auf. Man spricht deshalb von akut, weil der Durchfall oft plötzlich, z.B. nach der Aufnahme verdorbener Lebensmittel auftritt, und nur wenige Tage anhält. Erst wenn der Betroffene länger als zwei Wochen unter den Symptomen leidet, bezeichnet man Durchfall als chronisch. Chronischer Durchfall ist oft auf organische Erkrankungen (z.B: Morbus Crohn) oder Störungen des Immunsystems zurückzuführen und muss dauerhaft ärztlich behandelt werden.

Ursachen für Durchfall
Die Ursachen für Durchfall sind vielfältig. Stress, Angst, falsche Ernährung, allergische Reaktionen auf Nahrungsmittel, Lebensmittelunverträglichkeit oder die Einnahme von Medikamenten wie Antibiotika können für Durchfall verantwortlich sein. Auch möglich sind Infektionen mit Bakterien, Viren oder Protozoen, deren Keime über rohe oder verdorbene Speisen und das Trinkwasser aufgenommen werden. Nach der Aufnahme eines solchen Erregers vergeht häufig nur kurze Zeit bis die ersten Symptome wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Temperaturanstieg oder Schwindel auftreten.

Warum kann Durchfall gefährlich sein?
Bei einer Durchfallerkrankung verliert der Körper viel Flüssigkeit. Gleichzeitig kann der Darm durch die kurze „Passierdauer“ der Nahrung nur wenig Flüssigkeit und Nährstoffe aufnehmen. Folge: Der Körper trocknet aus. Zusätzlich entsteht ein Mangel an wasserlöslichen Mineralstoffen, Vitaminen und Elektrolyten, die für die Herz, Muskel und Nerventätigkeit eine entscheidende Rolle spielen. Gerade bei akutem Durchfall ist deshalb der Ausgleich des Flüssigkeits- und Mineralstoffverlusts mit Tees und kohlensäurearmen Mineralwassern oberstes Gebot.

Quelle: www.presseanzeiger.de


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