Wenn Fruchtzucker krank machtFructose-IntoleranzAber wie kann es sein, dass die Diagnose der Fructose-Intoleranz eine solche Außenseiterstellung einnimmt? Dafür gibt es vermutlich mehrere Gründe: Zum einen interpretiert man Verdauungsbeschwerden nach dem Genuss größerer Mengen an Fruchtzucker nicht unbedingt als eine ernstzunehmende Krankheit. Schließlich wird nahezu jedes Lebensmittel ab einer gewissen Menge ungenießbar und schwer verdaulich. Dabei wird aber übersehen, dass Menschen mit Fructose-Intoleranz häufig gar nicht wissen, dass sie gewohnheitsmäßig viel Fruchtzucker zu sich nehmen und daher den Verursacher ihrer Beschwerden nicht identifizieren können. Gerade wer meint, sich - wie Frau B. aus dem obigen Beispiel - besonders verantwortungsbewusst zu ernähren, wird bei Vorliegen einer Fructose-Intoleranz genau den gegenteiligen Effekt erreichen. Auch die Errungenschaften der Lebensmittelindustrie tragen zur Verschärfung der Problematik bei: Aus technologischen Gründen wird unzähligen Speisen und Getränken heutzutage Fructose beigemengt, wodurch der Verbraucher im Laufe eines Tages ganz beträchtliche Mengen dieses Kohlenhydrates zu sich nimmt. In den meisten Fällen weiß er davon aber nichts. Leseprobe aus: |
Thilo Schleip |
Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Trias Verlags, MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG. Jede Verwertung außerhalb des Urheberrechts ist verboten. Keine Haftung. |


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