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Wenn Fruchtzucker krank macht


Fructose-Intoleranz

Sowohl die intestinale als auch die hereditäre Form der Fructose-Intoleranz sind nur wenig bekannt. Letztere wird in der Regel bereits im frühen Kindheitsstadium diagnostiziert und ist daher insbesondere Kinderärzten ein Begriff.

Mütter werden auf die krankhaften Veränderungen ihres Säuglings aufmerksam, wenn es nach der Umstellung von Muttermilch auf obsthaltige Beikost zu Erbrechen, Zittern und anderen Anzeichen einer Unterzuckerung kommt.

Hervorgerufen wird die HFructose-Intoleranz durch ein unvollständiges oder fehlendes Enzym mit dem Namen Fructose-1-phosphat-Aldolase, kurz Aldolase B. Folge dieses Enzymmangels ist eine Ansammlung von Fructose-1-Phosphat in Leber, Nieren und Darm. Die schlechten Leberbefunde beim Erwachsenen werden daher nicht selten mit den Folgen einer Alkoholabhängigkeit verwechselt.

Wird nun Fruchtzucker zugeführt, so verhindert das akkumulierte Fructose-1-Phosphat die Teilung und Synthese der Glucose, so dass es zu einer Unterzuckerung kommt. Schon allein der in einer halben Banane enthaltene Fruchtzucker kann so ein lebensbedrohliches Koma auslösen.

Leseprobe aus:

Fructose-Intoleranz - Wenn Fruchtzucker krank macht
FRUCTOSE-INTOLERANZ
Wenn Fruchtzucker krank macht

Thilo Schleip
Trias VerlagDirekt online bestellen
ISBN: 978-3830433958
101 Seiten, 14,95 EUR


Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Trias Verlags, MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG. Jede Verwertung außerhalb des Urheberrechts ist verboten. Keine Haftung.