Wenn Fruchtzucker krank macht
Fructose-Intoleranz
Leider bedeutet das Ausbleiben eines H2-Anstiegs nicht, dass eine Fructose-Intoleranz 100%ig ausgeschlossen werden kann. Dies hat zwei mögliche Gründe, die mit der Zusammensetzung der menschlichen Darmflora zu tun haben:
Zum einen könnte es sein, dass sich in der Darmflora keine Wasserstoff produzierenden Bakterien befinden, wodurch es auch nicht zur Abatmung von Wasserstoff kommen kann („Non-Producer-Status"). Zum anderen wird bei manchen Patienten die Stimulation eines bestimmten Bakterienstammes angeregt, der zur Produktion von Methan den gesamten Wasserstoff verbraucht.
Auch in diesem Fall kommt es zu falsch negativen Ergebnissen. Um dies auszuschließen, kann man die Atemluft auch zeitgleich auf Methan testen, wodurch die Sensitivität dieses Testverfahrens auf nahezu 100 % erhöht wird.
Allerdings ist eine Methangasanalyse nur in wissenschaftlichen Labors möglich, daher überprüft man bei Verdacht auf einen Non-Producer-Status zunächst die H2-Abatmung nach Gabe eines unresorbierbaren Zuckers, der Lactulose.
Die Durchführung dieses Tests ist praktisch identisch mit dem Atemtest bei Verdacht auf Fructose-Intoleranz. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Trinklösung Lactulose statt Fructose enthält. Leseprobe aus:
|