Wenn Milchzucker krank macht
Laktose-IntoleranzErnährungstipps für die Praxis Dort unterliegen die Milchsäurebakterien der Einwirkung der Galle. Ihre Gallensalze erhöhen die Permeabilität (Durchlässigkeit) der Zellwand und setzten die darin enthaltenen LalSo kommt es, dass der in Joghurtenthaltene Milchzucker im menschlichen Verdauungstrakt teilweise durch seine eigenen mikrobiellen Bestandteile aufgespalten wird. In einem Versuch wurde herausgefunden, dass auch Joghurt, der zuvor künstlich mit Laktase-Enzymen versetzt wurde, von Lal • Der geringe Laktose-Gehalt fermentierter Milchprodukte Einweiterer Grund für die gute Verträglichkeit von Joghurt ist, dass sein Lalctose-Gehalt - wie der vieler fermentierter Milchprodukte - gegenüber Milch vermindert ist. Das gilt selbstverständlich nicht für solche Sorten, die im weiteren Verlauf des Herstellungsprozesses mit Milchpulver versetzt werden. • Die Wirkung der Laktose auf den Organismus Man vermutet, dass regelmäßiger und langfristiger Konsum von fermentierten Milchprodukten die Dickdarmflora positiv beeinflusst und damit eine bessere Verträglichkeit von Joghurt fördert. In Tierversuchen fand man außerdem heraus, dass durch regelmäßigen Genuss von Milchzucker die Laktase-Aktivität stimuliert wird. Diese Erkenntnisse sind jedoch nicht uneingeschränkt auf den Menschen übertragbar und müssen daher weiterhin als Spekulation betrachtet werden. Generell gilt für alle Milchwaren, also auch für Sauermilchprodukte, dass sie umso besser von Laktose-intoleranten Personen vertragen werden, j e höher ihr Fettgehalt ist. Sie sollten daher beim Einkauf statt fettreduzierten Joghurt einen kalorienreicheren, aber besser verträglichen Vollmilchjoghurt wählen. Leseprobe aus:
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