Wenn Milchzucker krank macht
Laktose-IntoleranzDer kongenitale Laktase-Mangel Magen- oder Darmbereich, besonders beim Entfernen von Teilen des Dünndarms, kann eine sekundäre Laktose-Intoleranz entstehen. Eine weitere Ursache für diesen Enzymdefekt kann in der Einnahme von chemischen Substanzen, insbesondere von Antibiotika und Zytostatika, liegen. Auch eine häufige Behandlung mit Röntgenstrahlen sowie Alkoholmissbrauch können für die Ausbildung dieser Form der Milchzucker-Unverträglichkeit verantwortlich sein. Nicht zuletzt kann auch ein Reizdarmsyndrom dazu führen, dass die Darmschleimhaut und damit auch die Laktase-Aktivität beeinträchtigt werden. Da die Laktase-Enzyme sozusagen in der äußersten Schicht der Darmschleimhaut lokalisiert sind, sind sie auch am »verwundbarsten«. Bereits kleine Entzündungsherde im Dünndarm reichen aus, um die Enzymaktivität und damit die Verträglichkeit von Milchzucker spürbar zu beeinträchtigen. Die sekundäre Laktose-Intoleranz muss nicht zwangsläufig ein Leben lang bestehen. In Abhängigkeit von der Grunderkrankung, die diesem Enzymmangel vorausgeht, können die Symptome hei einem fortschreitenden Heilungsprozess wieder abklingen. Der kongenitale Laktase-Mangel Bei dieser äußerst seltenen Form der Laktose-Intoleranz handelt es sich um einen angeborenen (kongenitalen) Enzymdefekt. Er ist genetisch bedingt und kann auch vererbt werden. Die Betroffenen leiden bereits von Geburt an unter einem Mangel an Laktase-Enzymen im Dünndarm. Leseprobe aus:
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