Wenn Milchzucker krank machtLaktose-IntoleranzEin Ausblick in die Zukunft Allerdings wird derzeit diskutiert, ob durch die medikamentöse Zufuhr von Bakterien eine Linderung der Symptomatik erreicht werden kann. Man geht dabei von folgendem Sachverhalt aus: Im Dickdarm des Menschen existieren zahlreiche verschiedene Arten von Bakterien. Einige davon sind in der Lage, Wasserstoff zu produzieren, andere können dies nicht. Würde man nun die Wasserstoff produzierenden Bakterien durch die »harmloseren« ersetzen, ließe sich - rein theoretisch zumindest-eine Linderung der Beschwerden erzielen. In einer mit nur wenigen Teilnehmern durchgeführten Studie, bei der Mikroorganismen vom Typ Lactobacillus acidophilus verabreicht wurden, konnte diese Theorie zwar nicht untermauert werden; es empfiehlt sich aber, weitere, aussagekräftigere Untersuchungen abzuwarten. Aus diesem Grund soll an dieser Stelle kein abschließendes Urteil über den Einsatz von Bakterienpräparaten gefällt werden. Eine Erleichterung in Bezug auf den Nachweis einer Laktose-Intoleranz wird möglicherweise in den nächsten Jahren in der klinischen Praxis Einzug halten. In einer niederländisch-chinesischen Gemeinschaftsstudie wurde ein neu entwickelter Laktose-Toleranztest geprüft, bei dem lediglich zwei Blutabnahmen im Abstand von einer Stunde notwendig sind. Für die Patienten bedeutet dies eine deutliche Verkürzung des Praxisaufenthalts und damit eine enorme Erleichterung. Leider ist die Studie wegen ihrer geringen Probandenzahl nicht sehr aussagefähig; es müssen also auch hier weitere Untersuchungen abgewartet werden. Ein weiterer Hoffnungsschimmer ist einer Pressemeldung zu entnehmen, wonach Forscher in den USA zur Zeit damit beschäftigt sind, eine Gentherapie zur Behandlung der Laktose-Intoleranz zu entwickeln. Den Berichten zufolge arbeiten die Genspezialisten des Gene Therapy Center in Philadelphia an einem Wirkstoff, der bei einmaliger Einnahme, ähnlich wie bei einer Schluckimpfung, einen langfristigen... Leseprobe aus: |
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Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Trias Verlags, MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG. Jede Verwertung außerhalb des Urheberrechts ist verboten. Keine Haftung. |


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