Wenn Milchzucker krank macht
Laktose-Intoleranz
Die klassischen Milchprodukte Warum Joghurt im Vergleich zu Milch so gut vertragen wird, hat viel Gründe: • Die verlängerte Transitzeit Wegen seiner zähflüssigen Konsistenz bewegt sich Joghurt langsamer durch den Dünndarm als beispielsweise Milch. Dadurch ist die Kontaktzeit der Laktose-Moleküle mit den Laktase tragenden Darmwänden erhöht, und es kommt vermehrt zur enzymatischen Zerlegung. Infolgedessen gelangt deutlich weniger ungespaltene Lalctose in den Dickdarm, und die Symptome der Milchzucker-Unverträglichkeit treten in geringerem Ausmaß oder gar nicht auf. • Die Wirkung der mikrobiellen Laktase-Aktivität Die außergewöhnlich gute Verträglichkeit von Sauermilchprodukten beruht hauptsächlich auf dem Effekt, dass die Laktose teilweise durch die Wirkung von Milchsäurebalcterien abgebaut wird. Diese bei der Herstellung von Joghurt verwendeten Starterkulturen - vorwiegend Lactobacillus bulgaricus und Streptococcus ther-mophilus - enthalten im Inneren ihres Zellkörpers Laktase-Enzyme. Ein Teil von ihnen wird an das Sauermilchprodukt abgegeben, der Rest verbleibt - geschützt durch die Zellwand - im Bakterium. Bei der Magenpassage, also während die Nahrung den Magen durchquert, werden die freien Laktase-Enzyme des Joghurts zu einem nicht unbeträchtlichen Teil von der Magensäure zerstört. Die in den Mikroorganismen enthaltene Laktase wird jedoch durch die Bakterienzellwand vor einer Inaktivierung geschützt und gelangt so größtenteils unversehrt in den Dünndarm. Leseprobe aus:
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