Wenn Milchzucker krank macht
Laktose-Intoleranz
5. Die Formen einer Laktose-Intoleranz Der Grund für eine Milchzucker-Unverträglichkeit ist stets ein LaktaseMangel im Dünndarm. Es gibt verschiedene Ursachen, die zu einem solchen Enzymdefekt führen können. In der Medizin unterscheidet man daher zwischen drei Arten der Laktose-Intoleranz, die nun im Einzelnen erläutert werden. Der primäre Laktase-Mangel Die mit Abstand häufigste Ursache für eine Laktose-Intoleranz ist ein primärer bzw. erworbener Laktase-Defekt. Bei dieser Form nimmt die Laktase-Aktivität im Dünndarm aus bisher unbekannten Gründen mit zunehmendem Alter kontinuierlich und unwiderbringlich ab. In der Regel ist die Laktase-Aktivität nach der Geburt und in den ersten Lebensmonaten am höchsten. Innerhalb der nächsten fünf fahre verringert sich die Laktase-Produktion am deutlichsten, bis sie dann im Erwachsenenalter nur noch ungefähr 1/10 der ursprünglichen Aktivität aufweist. Ältere Menschen vertragen daher Milchprodukte generell schlechter als junge. Die mit dem Alter zunehmende Intoleranz gegenüber Milchzucker ist ein völlig natürlicher Vorgang, der bei fast jedem Menschen beobachtet werden kann. Nach Meinung einiger Wissenschaftler hat die Natur die Laktase-Aktivität nur eingerichtet, um Säuglingen während der Stillzeit die Aufnahme von Nahrung in Form von Muttermilch zu ermöglichen. Dies würde erklären, warum die menschliche Enzymproduktion bereits nach wenigen Monaten abnimmt. Entscheidend für die Definition einer Laktose-Intoleranz ist also nicht, ob sich die Lalctase-Produktion verringert, sondern in welchem Maße. Zur Abgrenzung zwischen einer ausreichenden und einer mangelhaften Enzymaktivität hat man sich darauf verständigt, Menschen dann als Laktose-intolerant zu bezeichnen, wenn sie bereits nach dem Verzehr von 8-zo g Laktose (= 2 Glas Milch) Symptome entwickeln. Leseprobe aus:
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