Das Reizdarmsyndrom
Reizdarm - Was wirklich dahinter stecktTatsache ist jedoch, dass der Besiedelung durch Candidapilze bis zum heutigen Tag auf wissenschaftlichem Wege keine schädigende Wirkung auf den menschlichen Organismus nachgewiesen werden konnte. Die ein-zigen Patienten, die in diesem Zusammenhang eine Ausnahme bilden, sind stark immunsystemgeschwächte Menschen, die zum Beispiel im Rahmen einer Aids- oder Krebserkrankung behandelt werden müssen.
Auch bei einem positiven Nachweis von Candida-pilzen im Stuhl ist eine Antipilztherapie bei REIZDARM-Betroffenen nach einhelliger Lehrmeinung nicht angezeigt. Ebenso muss aus Kostengründen vom Einsatz homöopathischer Präparate, deren Wirksamkeit ebenfalls nie zweifelsfrei belegt werden konnte, abgeraten werden.
Medikamentöse Therapien in der Zukunft Wie schon erwähnt, existieren zur Behandlung des Reizdarms derzeit nur Arzneien, die symptomatisch gegen einzelne Beschwerden wirken. Benötigt werden jedoch Substanzen mit deutlich erweitertem Wirkspektrum. Als besonders interessant und verheißungsvoll klingen in diesem Zusammenhang Forschungsansätze, nach denen die Schmerzempfindlichkeit der Eingeweide, vor allem des Magen-Darm-Traktes, nachhaltig gesenkt werden kann. Zu diesem Zweck wurden zwei Medikamente entwickelt, die sich momentan im Teststadium befinden:
Die erste dieser Arzneien beinhaltet den Wirkstoff Alosetron (ein 5-HT3-Rezeptor-Antagonist), der eine beschleunigte Verdauungsbewegung des Dick- oder Dünndarmes verlangsamt.
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