Das Reizdarmsyndrom
Reizdarm - Was wirklich dahinter stecktZweite Säule - Arzneibehandlung Wo Gase entstehen, sind meistens auch Unverträglichkeitsreaktionen gegenüber bestimmten Nahrungsmittelbestandteilen im Spiel. Wie Sie wissen, ist in der Regel ein Enzymdefekt dafür verantwortlich. Und dieser lässt sich - zumindest teilweise - durch Enzympräparate ausgleichen.
Bei einer Milchzuckerunverträglichkeit aufgrund eines Enzymmangels im Dünndarm kann das fehlende Enzym Laktase auch eingenommen werden. Präparate, die zum Beispiel Pepsin oder Salzsäure enthalten, haben jedoch keinen nachweisbaren therapeutischen Nutzen. Zurückhaltender ist die Wissenschaft bei der Empfehlung von Bakterienpräparaten, welche den Wiederaufbau der natürlichen Darmflora unterstützen sollen. Die Hersteller dieser Arzneien behaupten zwar, dass durch die Regeneration der bakteriellen Mikroflora insbesondere gasbedingte Beschwerden vermindert werden können, doch bislang liegen keine Studienbeweise zu ihrer Wirksamkeit vor. Auch hier steht es dem Betroffenen frei, einen Therapieversuch zu unternehmen. Das Thema »schädliche Darmpilze« beziehungsweise »Candidamykosen« sorgt schon seit vielen Jahren für hohe Umsätze.
Andere pflanzliche Heilmittel Zur Behandlung von gasbedingten Beschwerden sind im Handel noch andere Präparate erhältlich. Als schmerzstillende, pflanzliche Arzneien gelten ferner das Pfefferminz- und japanische Heilpflanzenöl sowie die bittere Schleifenblume (Iberis Amara). Alle diese Medikamente haben auf die glatte Muskulatur des Darmes eine entspannende und wohltuende Wirkung. Auch chinesische Heilkräuter stehen im Ruf, bei verschiedenen REIZDARM-Symptomen schnell Linderung zu verschaffen.
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