Das Reizdarmsyndrom
Reizdarm - Was wirklich dahinter stecktWie kommt es zu einem Reizdarm? Die Fruchtzuckerunverträglichkeit Die Fruchtzuckerunverträglichkeit gewinnt durch die auf Kalorienverzicht ausgerichtete moderne Nahrung immer mehr an Bedeutung. Fruchtzucker besitzt im Gegensatz zum herkömmlichen Haushaltszucker eine stärkere Süßkraft. Deshalb kann man ihn sparsamer verwenden und gleichzeitig Kalorien sparen. Durch seinen Einsatz in kalorienreduzierten Fertignahrungsmitteln hat sich sein Konsum in den letzten Jahrzehnten fast unbemerkt um ein Vielfaches erhöht. Auch die Verarbeitung von Fruchtzucker in künstlich hergestellten Süßstoffen hat zu einer enormen Steigerung der täglichen Durchschnittsmenge geführt.
Im Gegensatz zum Traubenzucker wird der Fruchtzucker ohne Insulin in die Körperzellen aufgenommen. Fruchtzucker erhöht den Blutzuckerspiegel nicht und wird daher in diätetischen Lebensmitteln eingesetzt. Die Aufnahmekapazität von Fruchtzucker aus dem Darm ist durch die individuelle Enzymaktivität des menschlichen Verdauungstraktes begrenzt.
Wird diese Grenze durch den - meist unbewussten - Konsum von Fruchtzucker überschritten, kommt es wie bei der Milchzuckerunverträglichkeit zu Beschwerden, die sich durch die übliche klinische Diagnostik nicht nachweisen lassen. Von dieser Form der Kohlenhydrat-Unverträglichkeit betroffen sind vor allem Menschen, die häufig oder regelmäßig Verdauungsprobleme haben. Hierzu zählen wie auch bei der Milchzuckerunverträglichkeit in erster Linie REIZDARM-Patienten.
Typische Beispiele für Nahrungsmittel, die Fruchtzucker enthalten, sind Honig, Multivitaminsäfte und verschiedene Obstsorten (siehe Seite 43). Studien haben gezeigt, dass regelmäßiger Konsum von Honig oder Fruchtsäften sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen eine abführende Wirkung hat. Leseprobe aus:
|