Das Reizdarmsyndrom
Reizdarm - Was wirklich dahinter stecktWie kommt es zu einem Reizdarm? Zu diesem Zweck werden Kohlenhydrate, die als Zweifach- oder Mehrfachzucker vorkommen, in Einfachzucker zerlegt, um danach problemlos die Darmwand passieren zu können. Der Fruchtzucker, der als Einfachzucker vorliegt, benötigt hierzu noch ein anderes Enzym, das ihm diese Passage ermöglicht.
Können Kohlenhydrate aufgrund eines Enzymdefektes im Darm vom Körper nicht vollständig aufgenommen werden, dann spricht man in der Medizin von einer Malabsorption. Sie hat zur Folge, dass ein Teil der Kohlenhydrate unverändert in den Dickdarm gelangt und dort von Bakterien zersetzt wird. Bei diesem Vorgang entstehen verschiedene Gase und Fettsäuren, die für die folgenden Beschwerdebilder verantwortlich sind: Die gasförmigen Zersetzungsprodukte sind vor allem Kohlendioxid und Wasserstoff.
Sie führen zu einer erhöhten Gasansammlung im Darm, die eine schmerzhafte Ausdehnung der Darmwände sowie Blähungen zur Folge hat. Die Fettsäuren hingegen, die hauptsächlich aus Ameisen-, Essig- und Buttersäure bestehen, erhöhen die Darmbewegung und verursachen so Durchfall. Darüber hinaus ziehen die Kohlenhydrate Wasser aus dem Gewebe in den Dickdarm hinein. Dadurch wird das Stuhlvolumen um ein Vielfaches vergrößert sowie Stuhldrang und Durchfall gefördert.
Chronische Durchfälle wiederum bewirken eine Schädigung der Darmschleimhaut, was zu einer verminderten Enzymeinlagerung und somit zu einer ungenügenden Nährstoffaufnahme führt. Es handelt sich also um einen Teufelskreis, aus dem sich der Betroffene ohne gezielte Ernährungsumstellung nicht so schnell befreien kann.
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