Das Reizdarmsyndrom
Reizdarm - Was wirklich dahinter steckt
Wie wird das Reizdarmsyndrom behandelt? Wie schon beim durchfalldominanten Beschwerdebild erwähnt, spielen Quellmittel auch bei der Behandlung einer Verstopfung eine Rolle - wenn auch nur eine untergeordnete. Sie sollten aber in jedem Fall vor anderen Arzneien versuchsweise ausprobiert werden.
Abführmittel werden erst dann eingesetzt, wenn Ballaststoffe oder Quellmittel nicht mehr ausreichen, um eine Besserung herbeizuführen. Dabei sind wasserbindend wirkende Abführmittel zu bevorzugen. Durch ihre Fähigkeit, Wasser zu binden, wird die eigentliche Arbeit des Dickdarmes, nämlich Wasser aus dem Darm abzugeben und den Nahrungsrest einzudicken, umgekehrt. Dadurch kommt es zu einer natürlichen Erleichterung der Verdauungstätigkeit. Da die Gefahr eines Flüssigkeitsverlustes besteht, sollte auch bei der Verwendung von Abführmitteln viel getrunken werden. Abführmittel eignen sich nicht zum dauerhaften Gebrauch und sollten wenn überhaupt daher nur von Fall zu Fall eingesetzt werden.
Therapie Auch beim schmerzdominanten Beschwerdebild kommen zwei unterschiedlich wirkende Substanzen als Therapeutika infrage: Dies sind Spasmolytika und Psychopharmaka.
Spasmolytika sind krampflösende Mittel, die auf die glatte Muskulatur verschiedener Körperregionen eine entspannende Wirkung haben. Für Das Reizdarmsyndrom sind hauptsächlich diejenigen Spasmolytika von Bedeutung, die speziell auf den Verdauungstrakt wirken. In diesem Zusammenhang sind vor allem solche Präparate zu empfehlen, die den Wirkstoff Mebeverin enthalten, der eine besonders günstige Wirkung auf den Dickdarm hat. Bei vielen REIZDARM-Betroffenen lassen sich durch die Einnahme dieser Arzneien krampfartige Schmerzen merklich reduzieren.
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