Das Reizdarmsyndrom
Reizdarm - Was wirklich dahinter stecktEin Wort zuvor Wenn Sie gerade von Ihrem Arzt erfahren haben, dass Sie unter funktionellen Störungen des Magen-Darm-Traktes leiden, dann wird Sie das zunächst vielleicht verwirren. Funktionelle Störungen, das bedeutet, dass Ihre Verdauungsorgane nicht im eigentlichen Sinne krank sind, dass aber ihre Funktion so verändert ist, dass sie Ihnen Beschwerden verursachen kann.
Auch wenn Sie es anfangs nicht glauben können, dass hinter den oft sehr unangenehmen und die Lebensqualität beeinträchtigenden Beschwerden keine ernste Krankheit steckt, so ist dies doch auf den zweiten Blick eine gute Nachricht: Ein Reizdarmsyndrom ist letztlich harmlos, es verkürzt weder die Lebenserwartung, noch geht es je in eine schwere Krankheit über. Gleichwohl ist es für den Betroffenen eine Beeinträchtigung der Lebensqualität und kann sehr qualvoll sein.
Dennoch bedeutet diese funktionelle Störung nicht, dass man sie nicht ernst nehmen soll. Und sie bedeutet keineswegs, dass man nichts dagegen tun könnte. Zwar kennt man die genaue Ursache dieser Störungen noch immer nicht, aber die Wissenschaft hat in den letzten Jahren sehr viele Faktoren entdeckt, die ein Reizdarmsyndrom (und ein Reizmagensyndrom) auslösen beziehungsweise verstärken können.
Dieses Buch will Sie über den aktuellen Kenntnisstand auf diesem Gebiet informieren und Ihnen gleichzeitig dabei behilflich sein, Ihre ganz persönlichen Auslöser und Verstärker der Symptome herauszufinden. Indem Sie diese Dinge weitgehend vermeiden und insgesamt ein gesundes und ausgeglichenes Leben führen, können Sie selbst sehr viel dazu beitragen, dass es Ihnen bald wieder besser gehen wird.
Suchen Sie sich auch einen Arzt als Verbündeten, dem Sie vertrauen und der mit Ihnen zusammen die auf Sie persönlich abgestimmten Strategien entwickelt und Sie - wenn es einmal unbedingt notwendig ist - mit einer kurzzeitigen medikamentösen Behandlung unterstützt, um die Beschwerden dieser chronischen Funktionsveränderung zu lindern - oder vielleicht sogar ganz zum Verschwinden zu bringen. Leseprobe aus:
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