Das Reizdarmsyndrom
Reizdarm - Was wirklich dahinter stecktDie wichtigsten Entstehungsmechanismen Psychische und seelische Störungen
Der mit Abstand größte Teil der lebenserhaltenden Vorgänge im menschlichen Körper wird vom vegetativen Nervensystem - einem Teil des Nervensystems - gesteuert. Hierunter versteht man die Nerven, die sich nicht durch unseren Willen und damit durch bewusste Kontrolle beeinflussen lassen. Sie steuern nicht nur wichtige Körperfunktionen, wie Atmung, Blutdruck, Herzfrequenz, Körpertemperatur und Verdauung, sondern auch, wie jemand auf Reize von außen reagiert. Für die Krankheitsentstehung beim Reizdarm ist das vegetative Nervensystem deshalb von besonderer Bedeutung, da es gleichzeitig durch psychische und seelische Umstände beeinflusst wird und körperliche Funktionen entsprechend steuert.
Die Wechselwirkung von Magen, Darm und Psyche Jeder Mensch kennt das Gefühl, vor einer großen Prüfung zu stehen: Die körperliche Anspannung steigt, man ist nervös und fahrig. Auch Magen und Darm arbeiten überaktiv. Zwar reagiert jeder Mensch auf Spannungssituationen unterschiedlich, doch bei den meisten steht eine Beteiligung des Verdauungstraktes im Vordergrund. Die Palette der möglichen Beeinträchtigungen ist dabei sehr groß: Der Magen meldet sich mit Übelkeit, Sodbrennen oder Brechreiz zu Wort, während der Darm mit Rumoren, Krämpfen und Durchfall die Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Diese Reaktionen sind völlig normal, auch wenn sie in der entsprechenden Situation als unangemessen erscheinen. Problematisch wird es dann, wenn sie, auch in abgeschwächter Form, zum Dauerzustand werden und zudem keine erkennbare organische Ursache ausgemacht werden kann. Wenn dies der Fall ist, dann spricht man von einer funktionellen Störung.
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