Das Reizdarmsyndrom
Reizdarm - Was wirklich dahinter stecktDie wichtigsten Entstehungsmechanismen Die Bedeutung von Psyche und Seele Untersuchungen haben gezeigt, dass REIZDARM-Patienten wesentlich stärker auf Plazebos (Scheinmedikamente ohne Wirkstoff) ansprechen, als dies bei anderen Krankheiten der Fall war. Dies beweist, dass psychische und seelische Umstände funktionelle Störungen mit beeinflussen. Innerhalb dieses Spektrums bewegt sich der Großteil der REIZDARM-Betroffenen. Psychologische Gegebenheiten beeinflussen das Krankheitsbild demnach in einem individuell unterschiedlichen Ausmaß.
Untersucht man das Seelenleben von REIZDARM-Patienten, so findet man viele mögliche Auslöser: Depressionen, Gefühle der Überforderung oder die Unfähigkeit, Emotionen zum Ausdruck zu bringen, spielen bei der Krankheitsentstehung häufig eine große Rolle. Auch physischer oder sexueller Missbrauch im Kindesalter wird von den Patienten überdurchschnittlich oft berichtet. In einigen Fällen kommt sogar ein erlerntes Krankheitsverhalten hinzu, also die Neigung, bereits bei geringen Beschwerden einen Arzt aufzusuchen.
Die Unfähigkeit, eine Krankheit zu verarbeiten, sowie fehlende soziale und psychologische Unterstützung können die Entstehung funktioneller Störungen ebenso beeinflussen. Diskutiert wird auch das so genannte Katastrophenverhalten. Bei manchen Betroffenen entsteht schon bei minimalen Beschwerden der Eindruck, der gesamte Tag sei ruiniert.
Stress führt bei REIZDARM-Patienten ebenfalls zu Magen-Darm-Beschwerden. Reizbarkeit und Ärger sowie unterschwellige Konflikte haben denselben Effekt. Nach einer Untersuchung leiden vor allem ängstliche und depressive Menschen gleichzeitig unter einem Reizdarm. Eine andere Untersuchung hat gezeigt,
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