Das Reizdarmsyndrom
Reizdarm - Was wirklich dahinter stecktWie kommt es zu einem Reizdarm? Psychische Merkmale von Reizdarm-Patienten Bis vor einigen Jahren wurden in der klinischen Praxis ausschließlich psychologische Gründe für die Entstehung funktioneller Magen-Darm-Beschwerden verantwortlich gemacht. Man betrachtete Das Reizdarmsyndrom als psychosomatische Störung, also als eine Erkrankung, die sich aufgrund eines dauerhaften psychischen Konfliktes entwickelt. Obwohl diese Betrachtungsweise heute als überholt gilt, spielen seelische Störungen beim Reizdarm dennoch eine Rolle - wenn auch nur eine untergeordnete.
Persönlichkeitsmerkmale, wie zum Beispiel Ängstlichkeit oder depressive Verstimmungen, sind bei REIZDARM-Patienten häufig zu beobachten. Da diese Merkmale aber auch bei anderen körperlichen (somatischen) oder funktionellen Störungen auftreten, geht man inzwischen davon aus, dass sie eher Folge denn Ursache eines Reizdarms sind. Bei einem Teil der Betroffenen gilt es sogar als erwiesen, dass ihre seelischen Beeinträchtigungen auf funktionelle Störungen zurückzuführen sind und diese in ihrem Ausmaß auch verstärken.
Nur bei wenigen Patienten besteht ein offensichtlicher und unmittelbarer Zusammenhang zwischen Lebensereignissen und Krankheit. Bei anderen wiederum findet sich überhaupt keine Verbindung. Innerhalb Psychotherapie ist kein Allheilmittel Auch wenn organische Ursachen ausgeschlossen werden können, reicht es nicht aus, seelische Begebenheiten als Krankheitsauslöser zu betrachten. Darüber hinaus macht eine psychologische Behandlung auch nur dann Sinn, wenn tatsächlich eine psychische Störung oder Erkrankung vorliegt. Psychotherapie ist kein Allheilmittel - auch nicht bei funktionellen Beschwerden!
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