Das Reizdarmsyndrom
Reizdarm - Was wirklich dahinter stecktWie kommt es zu einem Reizdarm? Diese erniedrigte Schmerzschwelle beschränkt sich, wie nachgewiesen wurde, ausschließlich auf die Verdauungsorgane und erstreckt sich nicht auf andere Körperbereiche.
Zur Diagnose funktioneller Störungen des Magen-Darm-Traktes wird dieses Verfahren allerdings nicht verwendet, da es für die Verdauungsorgane einen extremen Eingriff darstellt und sich zum Nachweis dieser Erkrankung auch nicht eignet.
Für die Betroffenen stellt die Überempfindlichkeit gegenüber Dehnungsreizen in Magen und Darm eine enorme Beeinträchtigung dar, denn ein störendes Druckgefühl ruft bei ihnen sofort die Verdauungsaktivität ins Gedächtnis zurück. Völlig unberechenbar erscheinen zudem die Schmerzen, die Minuten oder Stunden nach einer Mahlzeit hereinbrechen können.
Auch wer sich bemüht, seinen Beschwerden weniger Aufmerksamkeit zu widmen, steht auf verlorenem Posten. Man hat das Gefühl, ein unverdauliches Nahrungsmittel könne für die Probleme verantwortlich sein. Doch selbst ein Glas Wasser am Morgen kann die Lawine ins Rollen bringen.
Ursache dieser veränderten Wahrnehmung ist vermutlich eine erhöhte Rezeptorsensibilität im Bereich des Darmes. Dies bedeutet, dass eine Überempfindlichkeit der Nervenenden in der Darmmuskulatur gegenüber Dehnungsreizen besteht. Die Nerven sprechen damit zum Leidwesen der Betroffenen bereits auf geringste Dehnungsvorgänge an.
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