Das Reizdarmsyndrom
Reizdarm - Was wirklich dahinter steckt
Auf der Suche nach den krankheitsauslösenden Faktoren hat es sich als sehr hilfreich erwiesen, über einen Zeitraum von vier Wochen ein Symptomtagebuch zu führen. Dadurch können bisher verborgene Zusammenhänge zwischen Ernährung und seelischem Befinden aufgedeckt sowie Art, Dauer und Intensität der Beschwerden gezielt erfasst werden. Ein Symptomtagebuch kann für den Arzt und den Patienten sehr aufschlussreich sein.
Erste Säule - Ernährungstherapie Aktuelle Erkenntnisse aus der REIZDARM-Forschung geben Anlass zu neuem Optimismus: Denn Studien haben gezeigt, dass bereits durch diätetische Maßnahmen bei jedem zweiten REIZDARM-Betroffenen eine deutliche Verbesserung der Symptomatik erzielt werden kann. Wenden Sie dieses Ergebnis auf Ihre persönliche Situation an, so können sie mit fünfzigprozentiger Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass sich Ihre Beschwerden allein durch das Austesten von individuellen Nahrungsmittelunverträglichkeiten und deren Berücksichtigung in der täglichen Ernährung auf ein tolerierbares Maß reduzieren lassen.
Aber auch wenn dieser günstige Fall nicht eintritt, so werden Sie Ihre Lebensqualität mit Sicherheit schon dadurch steigern können, indem Sie die in diesem Kapitel empfohlenen Ernährungsratschläge befolgen. Für Ihren nächsten Therapieschritt bedeutet dies, nahrungsabhängige Beeinträchtigungen festzustellen und auszuschalten. Es gilt also herauszufinden, auf welche Nahrungsmittel Ihr Verdauungstrakt überempfindlich reagiert und ab welcher Verzehrmenge die Symptome ausgelöst werden. Stellen Sie zwischen einem bestimmten Lebensmittel und Ihren Beschwerden einen Zusammenhang fest, dann müssen Sie Ihren Speiseplan für sechs bis zwölf Wochen entsprechend anpassen. Auch sehr gesunde Nahrungsmittel können Stoffe enthalten, auf die der Darm überempfindlich reagiert.
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