Wie finde ich heraus, ob ich unter Histamin- Intoleranz leide?
Der lange Weg zur richtigen Diagnose
Eigentlich sollte die Abklärung einer Histamin-Intoleranz zur Grunduntersuchung bei unklaren Gesundheitsbeschwerden gehören. Doch vielen Medizinern sind die neuen Erkenntnisse der Histamin-Forschung noch nicht bekannt. Um diesen Enzymdefekt zuverlässig diagnostizieren zu können, bedarf es in der Regel einer Kombination verschiedener Methoden:
- Eliminationsdiät (eventuell mit anschließender Provokation)
- Ausschluss von Erkrankungen, die ein ähnliches Beschwerdebild
hervorrufen können (Differentialdiagnose)
- Bluttest (In-vitro-Verfahren)
Unverzichtbar: Die Differentialdiagnose
Im Rahmen einer Differentialdiagnose sollte eine organische Erkrankung ebenso ausgeschlossen werden wie auch Laktose- und Fructose-Intoleranz, da viele Menschen mit Histamin-Intoleranz gleichzeitig unter weiteren Nahrungsmittel- Unverträglichkeiten leiden. Jedes dieser Krankheitsbilder hat seine Ursache nämlich im Bereich der Dünndarmflora.
Aus: Histamin-Intoleranz, Trias Verlag, 14,95 EUR.
Keine standardisierten Diagnoseverfahren
Die Ermittlung von Laborwerten zum Nachweis einer Histamin-Intoleranz ist noch nicht standardisiert und daher nur als zusätzlicher Anhaltspunkt für das Vorliegen dieser Krankheit anzusehen. Bedingt aussagekräftig sind der Histamin-Spiegel, die DAO-Aktivität und der Vitamin-B6- und C-Spiegel. Der sicherste und gebräuchlichste Weg zum Nachweis einer Histamin-Intoleranz ist die Eliminationsdiät. Hierbei werden - am besten über einen Zeitraum von vier Wochen - alle histaminreichen und histaminfreisetzenden Speisen sowie entsprechende Arzneien gemieden. In den meisten Fällen stellt sich bereits nach wenigen Tagen eine spürbare Linderung der Beschwerden ein.


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